Winterthurer Jahrbuch 2023

Erfolg feiern und belohnen wir in unserer Gesellschaft. Auf fremde Fehler wird gerne hingewiesen, eigene Niederlagen oder gar eigenes Scheitern werden schamhaft verschwiegen. Dass oft gerade Hinfallen, Aufstehen und Weitermachen zum Ziel führen, ist Thema in diesem Jahrbuch.

Die Start-up-Szene pflegt das Ritual, eigene Fehler und Niederlagen öffentlich zu machen – denn aus dem Scheitern können neue Entwicklungen entstehen. Auch die Mitglieder des Entrepreneur Club Winterthur hatten einige Niederlagen wegzustecken, bis die Winterthurer Start-up-Nights zu dem wurden, was sie heute sind: Fixpunkt in der Agenda von rund 8000 Entrepreneurinnen und Entrepreneuren aus der ganzen Schweiz – oder solchen, die es werden wollen.

Der Verein Deutschintensiv Solinetz hilft nach Winterthur geflüchteten Menschen beim Aufstehen und Weitermachen: 90 Freiwillige geben unentgeltlich Deutschunterricht für bis zu 180 Kursteilnehmende – teilweise so erfolgreich, dass ehemalige Deutschschülerinnen nun selbst unterrichten.
Dass Hartnäckigkeit hilft, weiterzumachen, wenn Probleme auftauchen, hat auch Hermann Dähler erlebt: Der gelernte Ingenieur setzt sich seit den 1970er-Jahren für den Naturschutz in Winterthur ein: In der Stadtverwaltung, als Mitglied der

städtischen Naturschutzkommission und als passionierter Ornithologe hat er dafür gesorgt, dass neue Naturschutzgebiete entstanden, die heute Lebensräume für verschiedenste Pflanzen und Tiere sind.

Hinfallen und Aufstehen kennt der Snowboardcrosser Kalle Koblet im wahrsten Sinne des Wortes. Der Grat zwischen Erfolg und Scheitern ist schmal, wie der 26-Jährige aus Gotzenwil in seiner Karriere, die 2017 mit dem Titel des Junioren-Weltmeisters lanciert wurde, schon mehrfach erfahren musste. Der grosse Exploit blieb mehrmals aus, bis im März 2023 in seinem 58. Weltcuprennen endlich alles zusammenpasste.

Fähigkeiten

Gepostet am

21. Januar 2024

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